Iguazu Wasserfälle

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Iguazu Wasserfälle

Zwei Tage lang haben wir die Wasserfälle und die Umgebung erkundet. In diesem Fall bedeutet das über 275 Fälle, die sich über 2,5 km erstrecken und bis zu 41.500 Kubikmeter Wasser pro Sekunde nach unten befördern können. Das Gebiet der Wasserfälle wird von Brasilien und Argentinien gemeinsam genutzt. Der kleinere Teil, etwa 30 Prozent beziehungsweise 800 Meter, liegt dabei auf brasilianischem Boden. Die anderen 70 Prozent beziehungsweise 1 900 Meter gehören zu Argentinien. Am ersten Tag besuchten wir die brasilianische Seite der Wasserfälle. Man geht einen schön angelegten Weg ca. eine Stunde lang und hat die ganze Zeit einen Blick auf die Wasserfälle. Unterwegs begegnet man Nasenbären, Schmetterlingen und Echsen. Das Highlight ist ein Steg, der hinaus vor die Wasserfälle führt. Hier sind wir pitschnass geworden. Es ist atemberaubend, wenn einem der kalte Wind von den Fällen und die Gischt um die Nase peitschen.

Da dieser Weg nicht so viel Zeit in Anspruch nahm, blieb uns noch viel Zeit für andere Dinge. So sind wir mittags mit einem Boot in die Fälle gefahren. Zunächst sahen wir uns die kleineren Fälle an der Seite an. Dann manövrierte der Bootsführer das Boot so nah an die Fälle, dass alle im Boot pitschnass wurden, man nichts mehr sah und es ohrenbetäubend tosend um einen herum war. Um sicherzugehen, dass tatsächlich kein Fleck trocken bleibt, wiederholte er das mehrfach. Die Idee, die Schuhe auszuziehen und die Regenjacke anzuziehen, war also gar nicht verkehrt, auch wenn die Regenjacke nicht so viel gebracht hat. Das Wasser fällt halt nicht brav gerade von oben, sondern kommt wild von allen Seiten.

Nach dem Abtrocknen, einer Jeep-Fahrt zurück zur Hauptroute und einem Eis sind wir dann zum Vogelpark gewandert. In diesem sehr schön angelegten Waldpark kann man viele verschiedene Vogelarten bestaunen. Viele der Vögel wurden vor Wilderern gerettet. Die meisten Vögel scheinen gut untergebracht zu sein, aber leider sind manche Käfige definitiv zu klein. Trotzdem haben wir das bunte Flattern genossen.

Nach so einem erlebnisreichen Tag fahren wir mit dem öffentlichen Bus nach Hause und fallen nur noch ins Bett.

Für die argentinische Seite ist die Anreise etwas komplizierter, da eine Grenze zu überqueren ist. Aus Gründen der Einfachheit haben wir deswegen eine Tour gebucht. Wir werden um 7:30 Uhr an unserem Hotel abgeholt und unser Guide erledigt alle Formalitäten an der Grenze. Zum Glück müssen wir nicht lange warten und brauchen für die gesamte Strecke wieder nur eineinhalb Stunden. Die argentinische Seite ist viel weitläufiger, sodass man einen Teil der Strecke mit der Bimmelbahn fahren kann. Zunächst bewundern wir die Fälle von oben und schlendern dann entspannt über Metallstege, von wo aus man sehr gut erkennen kann, wie das Wasser zu den Fällen gelangt. Das ist ebenfalls sehr beeindruckend.

Danach geht es zum Höhepunkt, dem Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund. Hier stürzt das Wasser 85 Meter in die Tiefe, und wir stehen direkt am Rand. Vom Boden sieht man jedoch nichts, da es zu sehr spritzt. Auch hier werden wir pitschnass, während wir gebannt in die brodelnden Massen blicken und den Flug der Rußsegler verfolgen, die ihre Nester direkt an den Fällen bauen. Wahnsinnig beeindruckend!

Wir fahren mit unserer Gruppe mit der Bimmelbahn zurück. Da der Großteil unserer Gruppe über 70 Jahre alt ist, trennen wir uns. Ein Teil der Gruppe geht etwas essen, der Guide holt das Auto und wir drehen alleine eine Runde im unteren Circle. Von hier aus kann man Teile der Fälle von unten beobachten. Das ist auch nochmal ganz anders und sehr schön.

Neben den Wasserfällen haben wir im Park natürlich noch einiges mehr gesehen und erlebt. Nasenbären und Affen laufen dort herum. Man trifft auf Spinnen und Echsen. Schmetterlinge setzen sich auf einen. Die gesamte Anlage ist sehr gut ausgebaut. Für längere Strecken gibt es auf der brasilianischen Seite kostenlose Busse und auf der argentinischen Seite eine Bimmelbahn. Alle Wege sind befestigt und haben kaum Treppen. Das hat aber leider auch zur Folge, dass man so gut wie nie allein ist, sondern immer mit den Touristenmassen mitschwappt. Trotzdem ist es schön! Jetzt geht es weiter ins Pantanal. Drückt uns die Daumen, dass wir einen Jaguar sehen.

Noch viel mehr Infos und Tipps habe ich auf dieser Seite gefunden: https://faszination-lateinamerika.de/iguacu-wasserfaelle-tipps/#aktuelle-informationen