Mein Abenteuer beginnt
Am Freitagabend ging es mit einem tollen Regenbogen zum Abschied los in Richtung Frankfurter Flughafen. Ich verbrachte die nächsten etwa zwölf Stunden in einer Boeing 747 – mit etwas Schlaf, Snacks und guten Filmen. In São Paulo kam ich um fünf Uhr morgens an und verbrachte die nächste Stunde damit, in der Schlange fürs Visum zu stehen und herauszufinden, wie ich am besten an eine eSIM komme. Nachdem ich all das erledigt hatte, fuhr ich mit dem Uber zum Busbahnhof von São Paulo.


Mit über 20 Millionen Einwohnern ist São Paulo die größte Stadt Brasiliens und belegt weltweit Platz sechs. Entsprechend groß waren auch der Flughafen und der Bahnhof. Es spricht nur eine Minderheit der Brasilianer Englisch, und die, die Englisch sprechen schämen sich teilweise für ihr subjektiv als schlecht gewerteten Kenntnisse. Trotz dieser Herausforderungen gelang es mir ohne Komplikationen, den Bus nach Botucatu zu erreichen – meinem eigentlichen Ziel.
Meine sehr nette Vermieterin holte mich am Bahnhof ab, zeigte mir mein Zimmer und lud mich anschließend zum Mittagessen ein. Leider spricht sie kein Englisch und ich (noch) kein Portugiesisch, weswegen die Kommunikation etwas eingeschränkt war. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mich einzurichten, einzukaufen und einen langen Mittagsschlaf zu machen. Von meinen Mitbewohnern bekam ich an diesem Tag noch nichts mit, da zwei ihre Familien in anderen Städten besuchten und der dritte sich in seinem Zimmer versteckte. Sehr zu meinem Leidwesen musste ich außerdem feststellen, dass ich nicht in das warme, sonnige Brasilien geflogen bin, sondern in das kalte, windige Brasilien, in dem die Leute trotz einer Temperatur von 18 Grad die Klimaanlage laufen lassen.